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Sonntag, 28. November 2010

Hochzeit!

Als ältester Sohn der Familie wäre es eigentlich an mir, als erster von meinen Geschwistern zu heiraten. Da jedoch die passende Frau (noch) nicht in meinem Leben aufgetaucht ist, habe ich meinem jüngeren Bruder den Vortritt gelassen.

Natürlich war die Aufregung im Vorfeld groß und die Hochzeitsvorbereitungen liefen nicht komplett konfliktfrei, sodass ich mich entschied, mich weitgehend rauszuhalten. Als der Tag jedoch gekommen war, waren jedoch alle Scherereien vergessen. Es gab ein wunderbares Fest, mit dem das Glück des Brautpaares harmonisch und mit viel Freude zelebriert und die Braut als neues Mitglied in unserer Familie willkommen geheißen wurde. Das Wetter spielte mit,die Sonne strahlte bei rekordverdächtigen Temperaturen für Ende November. Der Sektempfang wurde so teilweise vom Wintergarten auf den Rasen meiner Eltern verlegt. Ohne viel Terz, doch umso herrlicher wurde dann in Neuenweg in sehr gemütlich-kitschigem Ambiente bis tief in die Nacht gefeiert, als alle nach und nach völlig ermattet ins Bett fielen. Das Fest wird wohl allen, die da waren, in bester Erinnerung bleiben. Das schöne an der Sache: es kommt noch dicker. Denn im nächsten Jahr ist zur kirchlichen Trauung in Bulgarien (der Heimat der Braut) ein richtig großes Fest geplant. Man darf gespannt sein und sich darauf freuen.

Fotos (die des „offiziellen“ Hochzeitsfotographen folgen noch)

Samstag, 29. Mai 2010

Merlimont 2010


Wie jedes Jahr gab es für die Familie auch 2010 ein Zusammentreffen in Nordfrankreich. Seit nun fast 30 Jahren fahren wir einmal im Jahr an die sogenannte Côte d'Opale am Ärmelkanal, um einen Urlaub am Meer mit dem Zusammentreffen mit der französischen Verwandtschaft zu verbinden. Seit wir Kinder aus dem Haus sind und berufliche oder studentische Verpflichtungen haben, verbringen wir nicht wie früher komplette 2 Wochen in Merlimont, wie unsere Eltern es tun, sondern bemühen uns, zumindest über das Pfingstwochenende anzureisen.

Dieses Jahr fand ich das Pfingstwochenende im Familienkreise aus unterschiedlichen Gründen sehr gelungen. Wir Kinder hatten es nicht nur alle geschafft, zu kommen, sondern alle (die eine(n) haben) brachten auch ihre LebensgefährtInnen mit. Auch schafften es unsere Tanten, viel Zeit mit uns zu verbringen und die kleinen Töchter meines Cousins waren auch einen Großteil der Zeit da. Schließlich hatten wir phänomenal gutes Wetter, sodass die meiste zeit am Strand, in den Dünen oder im Garten des Ferienhauses verbracht werden konnte. Es war sogar warm genug, um sich ins Eiskalte Wasser zu wagen.

Das Wochenende war ein willkommener Einschnitt im derzeit besonders bewegten Berufsalltag und obwohl es viel zu schnell vorüber war, erschien es mir bei meiner Rückkehr, als sei ich ewig weg gewesen. Nicht mal Zeit für viele Fotos ist geblieben, ein paar gibt es aber hier zum anschauen, oder hier als Download.

Nachtrag: Hier gibt's weitere Fotos.

Freitag, 16. April 2010

Nürnberg

Mein Bruder lebt nun seit einigen Monaten in Nürnberg, wo er bis zuletzt bei einem Unternehmen seine Masterarbeit geschrieben hat und mit seiner Freundin zusammengezogen ist. Es wurde mal Zeit, dass ich die beiden Besuche und mir bei dieser Gelegenheit die touristischen Highlights Nürnbergs anschaue, eine geschichtsträchtige Stadt, die ich bisher noch nicht kannte. Als Philippe kürzlich anregte, ich solle dieses Wochenende kommen, packte ich die Gelegenheit am Schopf.

Die beiden haben eine nette Wohnung am nördlichen Rand der Stadt mit sehr guter Anbindung zum öffentlichen Nahverkehr, sodass man von dort aus die Stadt gut erkunden kann. Der Samstag war denn auch der Erkundung der Stadt gewidmet: Burg, Altstadt, Stadtmauer, aber auch der Wörther See, laut Philippe einer der schönsten Orte Nürnbergs. Mein Bruder ist wahrlich kein Stadtmensch, er bevorzugt deshalb stets Grünanlagen. Sonntag gingen wir gemeinsam an den Pegnitzauen joggen und kamen bis zur Stadtgrenze Fürths. Nachmittags reichte die Stadt dann noch für einen Rundgang über das Volksfest und um den Dutzendteich, wo auch das Reichsparteitagsgelände Albert Speers liegt. Dieses weckte bei mir Erinnerungen an das Areal des Berliner Olympiastadions. Die Monumentalbauten der Nazis sind immer beeindruckend und erschreckend zugleich.

Leider ging die Zeit wie immer an solchen Wochenenden viel zu schnell vorbei, doch Philippe und Krassi werden wohl noch ein Weilchen in Nürnberg leben, sodass ich sicherlich wiederkommen werde. Ich war in der Tat angetan von der größten Stadt Frankens, ebenso aber auch von der Gastfreundschaft der beiden.

Fotos

Sonntag, 7. März 2010

Auf ein Neues – Mathaisemarktlauf 2010

Inzwischen kann man wohl langsam von einer Traditionsveranstaltung sprechen: zum wiederholten Male traf sich ein Teil der Familie sowie Freunde Anfang März im Schriesheim, um am Mathaisemarktlauf teilzunehmen. Primär geht es dabei um das gemeinsame Vergnügen, diese kleine sportliche Herausforderung zu meistern und möglichst zufrieden mit der vollbrachten Leistung die Ziellinie zu überqueren. Dennoch setzt sich natürlich jeder persönliche sportliche Ziele. Diese reichen vom einfachen Zuendebringens dieses 10 km-Laufs durch die Schriesheimer Altstadt bis zum Unterbieten der eigenen Bestleistung oder der Wiedergutmachung einer „Schmach“ aus dem Vorjahr.

Da ich im vergangenen Jahr alle mit einer (allen voran für mich selber) überraschend guten Leistung die anderen Familienmitglieder deutlich hinter mir gelassen hatte, galt es nun, den Titel des Familienschnellsten zu verteidigen. Zudem waren einige heiß darauf, mich zu schlagen. Lange Zeit sah es während des Rennens auch danach aus, als würde es Till gelingen, diesmal das Rennen für sich zu entscheiden. Er warf seine vor dem Rennen verkündeten Pläne, sich vom Start an mich dranzuhängen, schnell über Bord und übernahm aufgrund seiner guten Tagesform die Führungsarbeit. Ich war derjenige, der sich recht schnell festbeißen musste. Das ganze Rennen befürchtete ich eine mögliche Beschleunigung von Seiten Tills oder dass meine Kräfte mich verlassen würden. Zumal ein Blick auf meine Pulsuhr mir verriet, dass meine Herzfrequenz zwischenzeitlich mir aus dem alltäglichen Joggen unbekannte Höhen erreichte. Als dann im Laufe der dritten Runde auch noch Anne und Tills gute Freundin Susanne zu uns aufschloss sah ich meine Hoffnungen weiter schwinden.

Dennoch gelang es mir, das ganze Rennen den Kontakt zur Spitze zur halten. Auch die graduelle Beschleunigung zum Ende der letzten Runde konnte ich mitgehen. Schließlich konnte ich noch meine letzten Reserven mobilisieren und Till knapp vor der Ziellinie mit einem Überraschungssprint von hinten noch zu überholen. Ich fühlte mich ein bisschen wie das Mitglied der Ausreißergruppe bei der Tour de France, der keine Führungsarbeit leistet und am Schluss im Sprint die Etappe für sich entscheidet. Doch schlussendlich war nicht nur ich nach dem Lauf glücklich über meine verteidigte Familienmeisterschaft und meine neue persönliche Bestzeit (46:44 min), die ich ohne Tills Führungsarbeit sicherlich nicht erreicht hätte. Auch Till und Susanne freuten sehr über ihr etwa zeitgleiches eintreffen und somit einer großen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Auch Philippe hatte zu alter Form zurückgefunden, unterbot ebenfalls seine Bestzeit und tilgte somit die „Schmach“ des Vorjahres.

Ich kann jedem Hobbyjogger die Teilnahme an einem solchen Lauf nur empfehlen. 10 Kilometer sind eine Strecke, die fast jeder Jogger gut bewältigen kann, es macht viel Spaß und die Freude ist groß, wenn man das ganze erfolgreich hinter sich gebracht hat. Für mich was der Mathaisemarktlauf dieses Jahr der Startschuss zur ernsthaften Vorbereitung zu einer größeren sportlichen Herausforderung: dem Hamburger Halbmarathon Ende Juni.

Fotos - Ergebnisliste

Montag, 18. Januar 2010

Fußball: Der SC beim HSV

Mein jüngster Bruder ist ein viel beschäftigter Mensch, sodass man schon etwas zu bieten haben muss, um ihn nach Hamburg zu locken. Zwei gute Mittel gibt es dafür: Sport oder Musik. Diesmal was der Sport das richtige Mittel, besser gesagt das Auswärtsspiel des SC Freiburg beim Hamburger SV. Man muss schon ein wenig bescheuert sein, um bei diesen Wetterverhältnissen freiwillig zwei Stunden in der Kälte herumzustehen, doch was mache man nicht alles für den König Fußball. Mit der entsprechenden Kleidung und dem Glühwein im Stadion hält man das schon durch.

Das Spiel ist nicht der Rede wert, nur so viel. Bei aller Freude über die Rückkehr des SC in die erste Liga, irgendwie macht es nicht immer Spaß, die Rolle des Underdog zu haben. In Liga 2 ist Freiburg immerhin immerhin bei jedem Spiel Favorit und gewinnt auch viel. Das ist aber wohl das Dilemma der Fans einer jeden Fahrstuhlmannschaft. Trotzdem wäre ein Abstieg am Ende der Saison großer Mist! Das Spiel vom Samstag bot mir zumindest die Gelegenheit, endlich mal in das Volksparkstadion zu gehen und ich muss sagen, ich bin beeindruckt. Die Sicht, selbst von der Gästetribüne ist phänomenal. So eine moderne Arena hat schon was. Hier ein paar Bilder, um einen Eindruck zu vermitteln.

Freitag, 8. Januar 2010

Weihnachten 09 – Pause vom Alltag

Erholsam ist was anderes. Wie jedes Jahr ist zu Weihnachten 09 großes Familien-Halli-Galli angesagt. Diesmal war der Plan, dass die französische Verwandtschaft ausnahmsweise nach Deutschland anreisen sollte. Zu diesem Zweck hatten wir in Elbenschwand, einem kleinen Dörfchen im Kleinen Wiesental, das Jugendhaus Sonnenheim angemietet. Die werte Familie zitterte schon ob der möglichen Schneeverhältnisse, hatten sie doch alle keine Winterreifen.

Zunächst wurde jedoch Heiligabend in kleinerem Kreis gefeiert, nur mein Cousin war mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Töchtern schon bei uns. Gelegenheit für die jungen Männer der Familie (und deren weiblichen Anhänge) ein bisschen das Elterndasein zu spielen. Nach Weihnachten ging es dann in den Schwarzwald, wo zunächst vom vorweihnachtlichen Schnee kaum mehr was übrig war. Glücklicherweise sollte sich das jedoch ändern, sodass wir geradezu märchenhafte Tage verbringen konnten. Wie immer wurde viel und gut gegessen, getrunken, gelesen, geplaudert, ein wenig spazieren gegangen. Dieses Jahr kam dann noch Schlittenfahren hinzu. Vor lauter Skifahren in den letzten Jahren hatte ich ganz vergessen, wie viel Spaß das macht. Der Schnee war übrigens pünktlich zur Abreise wieder weg geschmolzen. Alle Sorgen der Verwandten waren also unbegründet, die Schneeketten konnten verpackt bleiben.

Im Großen und Ganzen waren die Feiertage also nicht besonders spektakulär. Auch fand ich die vielen Leute um mich herum teilweise etwas anstrengend. Und doch möchte ich das nicht missen. Es hat so gut getan, wieder einmal aus dem Alltagstrott herausgerissen zu werden und die vielen Gedanken, die man über die Arbeit verschwendet, aus dem Kopf zu vertreiben. Das war wie ein langer Urlaub. Und das ganze im Kreise von Menschen, die man liebt.

So war es auch schwer, im neuen Jahr (nach einer zugegeben recht heftigen Silvesterfeier) wieder zurück in den Arbeitsalltag zu finden. Die erste Woche erschien sehr lang, und so schnell erscheinen die Feiertage wieder weit weg in der Vergangenheit.

Fotos

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Die Freuden des Yuppiedaseins

Als junger Arbeitnehmer wird man durch seinen Alltag mit Lebenssituationen konfrontiert, die man noch wenige Jahre vorher im Studium als spießige Piefigkeit herablassend verabscheut hat: der durch die Arbeit bestimmte Lebensrhythmus, das ständige Warten auf das nächste Wochenende, das gejammere über zu schnell vergehende Wochenenden und Urlaube, die längerfristigere Planung zahlreicher Freizeitaktivitäten oder auch die Verschwendung von allzu vielen Gedanken für berufliche Belange. Wenn ich darüber nachdenke finde ich das immer noch furchtbar: fehlt nur noch die Ü-30-Party, dann ist man vollends in der Zielgruppe der öffentlich-rechtlichen Popwellen aufgegangen. Und das schlimmste ist – das Leben spült einen fast zwangläufig in diese Richtung. Man muss schon aufpassen, dass nicht alle Dämme in den anonymen Mainstream brechen.

Nun, gerade als ungebundener Single hat man glücklicherweise noch viele Ablenkungsmöglichkeiten, die man sich als mittelprächtig verdienender Angestellter leisten kann, um dagegen anzukommen: die Flucht in den Konsum, kulturelle Aktivitäten, Wochenendreisen und wenn man Glück hat auch mal eine interessante Geschäftsreise. Exemplarisch und in verdichteter Form konnte ich dies in den vergangenen Tagen auskosten. Beginnen wir mit dem vorvergangenen Wochenende, verbracht in München mit guten alten Freunden, hauptsächlich mit Gesprächen und Feiern. Und dem Verlassen der Stadt mit gesteigertem Selbstwertgefühl und der Feststellung, dass man von anderen Menschen durchaus noch attraktiv gefunden wird. Klassischerweise vergeht die folgende Woche während man sie lebt zu langsam, man versucht sich dabei vom Wochenende zu erholen, seine Vorsätze bezüglich der wöchentlichen 3 Fitnessstudiogänge zu erfüllen und möglichst alles was sein muss bei der Arbeit zu erledigen, damit man Abends keine Gedanken an das unerledigte verschwenden muss und wundert sich im Rückblick, dass die Zeit doch erschreckend schnell vergangen ist.

Das folgende Wochenende geht’s nach viel zu langer Zeit mal wieder gen Süden zu den Eltern mit dem üblichen Programm: Verwöhnen lassen, gut essen, viel schlafen. Gleichzeitig werden ländlichen Hausbesitzeraktivitäten erledigt: Holz für den Winter reinholen, den Grünabschnitt wegbringen und den vor Monaten angesetzten Cassislikör sowie den Nusswein-Aperitif filtern und abfüllen. 10 Flaschen Nusswein warten nun auf mich, mal sehen wie ich ein paar davon nach Hamburg bringe. Aber das Zeug wird ja mit der vergehenden Zeit nur besser!

Die ganze Erholung des Wochenendes ist schon am Montag dahin, denn der Easyjetflug hebt am Montagmorgen bereits um 6:50 Uhr von Basel ab. Das heißt Aufstehen um fünf. Diese Woche bleibt keine Zeit zum erholen, da am Dienstag die Dienstreise nach Paris ansteht – man nutzt das aus, um dort wiederum Freunde zu treffen, schleppt sich durch den Termin am Folgetag und denkt im Flieger nach Hause nur noch an sein Bett. Doch das geht nicht, denn abends wartet noch dazu Konzert. Dazu mehr in Kürze an anderer Stelle.

Nun, ich will nicht klingen wie der letzte Jammerlappen, schlussendlich ist das durchaus ein Leben, das sich in der Summe lohnt. Doch der Gedanke, dass das noch fast vierzig Jahre so weitergeht bis zur Rente, macht doch ein bisschen Angst. Wie schön wäre doch ein Dasein als Müßiggänger. Am Wochenende muss ich mich jedenfalls erstmal von der Woche erholen. Ist ja schon Morgen.

Montag, 10. August 2009

Mit dem Rad zum Flughafen

Mein Urteil zur Fahrradfreundlichkeit von Hamburg hat inzwischen weiter bestätig: es ist doch eine Stadt, die es gut mit ihren Radfahrern meint. Nach wie vor ist die Aufteilung der Flächen zwischen Autos, Radfahrern und Fußgängern nicht immer optimal, es gilt das Motto „Im Zweifel für das Auto“. Gerade im innerstädtischen Bereich, wo es ohnehin eng ist, müssen sich Radfahrern und Fußgänger oft den Bürgersteig teilen. Trotzdem muss man feststellen, dass jede etwas größere Straße von einem Radweg begleitet wird. Wenn man ein Stückchen rausfährt gibt es ohnehin mehr Platz, hier gibt es immer einen separaten Fahrradweg, allerdings ist dieser nicht immer in einem Topzustand.

Man kann in Hamburg sogar super mit dem Rad zum Flughafen gelangen. Bekanntlich ist der Hamburger Airport relativ stadtnah gelegen. Inzwischen hat er auch direkte S-Bahn-Anbindunng. Trotzdem bin ich mit dem Rad schneller, sodass ich am Freitag direkt von der Arbeit dorthin radelte, um meinen Flug für das Wochenende im Süden zu erreichen. Es gibt tatsächlich bis zum Terminal einen Radweg und vor Ort einen Fahrradständer. Hätte ich nicht gedacht!

Das Wochenende in Steinen war wie immer nett und viel zu kurz, zumal Familien-Halli-Galli angesagt war, mit Tantenbesuch aus Frankreich. Außerdem lernte ich endlich Krassimira, die bulgarische Freundin meines Bruders, kennen. Es blieb noch Zeit für einen Friseurbesuch (Ja, in Hamburg gibt es auch mehr als genug Friseure, aber sprechen die Sparkassenallemannisch und wissen genau, was ich will? Nein), einen Schwarzwaldspaziergang und den Besuch der hervorragenden Van Gogh Ausstellug im Baseler Kunstmuseum. Zurück in HH regnete es ausnahmsweise, deshalb packte ich mein Rad dann doch in die S-Bahn.

Sonntag, 26. April 2009

Ich gehr zum SC…

… zumindest wenn er zu mir nach Hamburg kommt!
Es gibt wohl nur zwei positive Dinge, die man der Tatsache abgewinnen kann, dass der SC Freiburg in der 2. Liga spielt. Die eine ist, dass er dort eine Spitzenmannschaft ist und stets als Favorit antritt – in diesem Jahr umso mehr, da ers Spitzenreiter ist. Der zweite Vorteil ist, dass der SC Freiburg dadurch zum Auswärtsspiel gegen den FC Sankt Pauli nach Hamburg kommt und dort im legendären Millerntor aufspielt. Eine gute Gelegenheit für mich, da mal hinzukommen, eine noch bessere für meinen Bruder Philippe, mich als erster von meinen Geschwistern (meine Eltern waren ja schon zweimal da) hier zu besuchen. So standen wir am Freitag in der vollen Gästetribüne des ausverkauften Millerntors und genossen die doch außergewöhnliche Atmosphäre dieses besonderen Stadions. Zum Spiel brauch man wenig zu sagen, denn es war ziemlich grottig. Wir bekamen jedoch was wir wollten: ein Torr für den FC Sankt Pauli, um das abgehen der Fans zum „Song 2“ mitzubekommen, jedoch eines mehr für den SC Freiburg, sodass wir zuletzt den Auswärtssieg feiern konnten.

Ein Wort muss ich noch zu den Freiburgfans verlieren. Waren der Großteil der mitgereisten (bzw. der Exilfreiburger) gekommen, um gutgelaunt das Spiel anzuschauen und die Mannschaft anzufeuern, meinten die Ultras, sie müssten sich als die einzig wahren Fans aufspielen. Als nicht genug Mitgereiste ihrem Vorsänger (der seine Sache einfach nicht gut machte) nicht folgte und dieser nach ca. 20 Minuten entnervt aufgab, wurde zum einen jedweder Fangesang des restlichen Freiburger Anhangs boykottiert bzw. dagegen angesungen, zum anderen ständig mit den mitgebrachten Fahnen geschwenkt, sodass einem schön die Sicht genommen wurde. Das ist einfach nur traurig – sollen sie doch froh sein, dass mal mehr Leute bei einem Auswärtsspiel dabei sind.

Hamburg zeigte sich den Rest des Wochenendes für Philippe von seiner besten Seite: Sonnenschein pur, Frühlingspracht, Elbstrand, Hamburg-Marathon, enstpanntes Biertrinken in der Schanze, Action auf dem Kiez, wunderbarer Ausblick vom Michel – kein Wunder mein Besuch begeistert war. Dabei ist Philippe wahrlich kein Großstadtmensch. Er wird wohl bald wiederkommen, das freut mich!

Fotos

Mittwoch, 15. April 2009

Gefühlter Urlaub

Das Osterwochenende ist schon eine schöne Sache: vier Tage frei am Stück, das reicht, um mal kurz so richtig vom Arbeitsalltag abzuschalten. Wenn man in der Zeit auch noch von den Eltern auf Trab gehalten wird, fühlt man sich wie auf einem Städtetrip in der eigenen Heimatstadt. Meine Eltern haben nämlich die Gelegenheit am Schopfe ergriffen, um dieses lange Wochenende in der Hansestadt zu verbringen, zumal auch noch der Sohnemann zu seinem Geburtstag verwöhnt werden konnte.
Das Tourismusprogramm dieser Tage war durchaus ansehnlich. Das Glück mit dem Wetter war ja mit uns – sensationeller Sonnenschein die ganze Zeit, und das in Hamburg! Obwohl meine Eltern schon mal da waren, blieb es noch genug zu tun und zu sehen. Folgendes stand u.a. auf dem Programm:
  • Busrundfahrt
  • Planten un Blomen in voller Frühlingspracht
  • Schanzenflohmarkt
  • Blankenese inklusive Osterfeuer
  • Fischmarkt (und zwar die Frühaufstehvariante, nicht die Durchmachvariante)
  • Ein Tag an der Ostsee samt Abendessen in Lübeck
  • Ein Besuch in der Matisse-Austellung (sehr sehenswert)
  • Spaziergang im Stadtpark

Dazu kamen natürlich zahlreiche Restaurantbesuche – sehr oft Fisch – und andere Verwöhnaktionen. Außerdem bekam ich mal wieder einen Geburtstagskuchen gebacken. Das ganze war zwar nicht unbedingt erholsam, doch wie gesagt, vom Effekt her doch wie ein Kurzurlaub in der eigenen Stadt, da man so richtig schön abschalten konnte.
Die Bilder stammen von meinen Eltern.

Donnerstag, 19. März 2009

Skiurlaub mit der Familie

Nachdem unser langes Familenskiwochenende im letzten Jahr auf ungeteilte Begeisterung gestoßen war, wurde beschlossen, dieses Jahr wieder ein paar Tage im Toggenburg zu verbringen. Nachdem im vergangenen Jahr manche noch in der Weltgeschichte unterwegs war, fehlte dieses Jahr nur Philippe, der leider keine Zeit hatte. Gut für mich, so konnte ich seine Ski nutzen, die besser sind als meine eigenen.

Gute Ski waren auch wichtig, denn diese erfordert unser rasanter Fahrstil (ab nächster Saison fahre ich mit Helm – mein Entschluss steht fest). Das Toggenburger Skigebiet glänzt durch seine schönen breiten Piste mit gutem Gefälle – ideal für weite Carvingschwünge. Dank der sensationellen Schneeverhältnisse fehlten aber auch nicht die Gelegenheiten, kleine Ausflüge in den Tiefschnee zu machen, was bei solchen Schneebedingungen auch sehr viel Spaß bereitet. Leider war das Wetter nicht ganz optimal, aber immerhin immer so, dass man gut fahren konnte.

Eine solche Fahrweise geht natürlich ganz schön in die Beine. Deswegen begnügte sich Roland damit, jeweils nur halbe Tage auf der Piste zu verbringen. Auch dann schon merkte man bei ihm am Ende des Vormittags, wie seine Kräfte nachließen. Zudem erfüllte sich seine Hoffnung nicht, dass sein Töchterchen vielleicht eher in seinem Tempo fahren würde, da ihre letzten Skifahrten etwas länger zurücklagen. Doch mit dem Skifahren verhält es sich wie mit dem Fahrradfahren: das verlernt man nicht. Nun, Roland wollte natürlich auch seine Nachmittage für ausgiebige Spaziergänge im Schnee mit seiner liebern Frau verbringen, die kein Ski fährt.

Die Abende waren folglich immer ruhig und endeten früh, da alle von der Raserei und der vielen frischen Luft total am Ende waren. Wenn man dann auch noch ein leckeres Abendessen und guten Wein genossen hatte und Champions League Fußball im Schweizer Fernsehen genießen durfte war das Glück perfekt. Schade dass es von Norddeutschland immer so ein Aufwand ist, zum Skifahren zu kommen.

Fotos

Sonntag, 15. März 2009

Ein sportliches Highlight

Am vergangenen Wochenende fand sich ein Teil der Familie ein, um sich einer sportliches Herausforderung zu stellen: die Teilnahme am Mathaisemarktlauf in Schriesheim. Mein Bruder und ich hatte bereits vor zwei Jahren teilgenommen, diesmal schlossen sich zudem meine Schwester und deren Freund, sowie mein Onkel an. Jeder hatte sich für diesen 10 Kilometer Lauf, der in fünf Runden durch die Altstadt des malerischen Weinstädtchens bei Heidelberg führte, persönliche Ziele gesteckt, wobei gleichzeitig alle tiefstapelten und den vermeintlichen Trainingsrückstand monierten.

Wir hatten einigermaßen Glück mit dem Wetter und so ging es pünktlich um 13:30 Uhr unter strahlendem Sonnenschein los. Die einen „stürmten los“ (so Till über Philippe und mich), die anderen gingen das ganze etwas gemütlicher an. Während wir Sportler uns auf der Strecke quälten, wurden wir von einigen Mitgliedern der Verwandtschaft am Straßenrand lautstark unterstützt und unser sportlicher Höhenflug wurde gebührend fotographisch festgehalten. Im Ergebnis konnte ich sehr zufrieden sein, da ich meine beiden selbst gesteckten Ziele erreichen konnte: Zum einen gewann ich das familieninterne Rennen deutlich und konnte so meine knappe Niederlage von 2007 wieder gut machen. Zum einen konnte ich meine Zeit vom letzten Mal für mich überraschend deutlich um 2 Minuten verbessern. Außer Philippe, der an diesem Tag nicht in Topform war, konnten alle ihre selbst gesteckten Ziele erreichen. So waren wir erschöpft, aber glücklich und zufrieden über die bewältigte Herausforderung. In der Euphorie wurde verabredet, weitere solche Läufe zu absolvieren, mindestens auf jeden Fall beim nächsten Mal wieder mitzumachen.

Als kleine Entschädigung für die Anstrengung gab es danach bei Oma lecker Kaffee und Kuchen, man musste ja wieder Kräfte sammeln und sich über das Erlebte austauschen. Das war auch bitter nötig, denn als nicht top-trainierte Sportler spürten wir alle in den nächsten Tagen unsere Beine.

Dienstag, 30. Dezember 2008

Weihnachten 08 - BEschaulich und viel zu schnell vorbei

Weihnachtsferien bekommen eine ganz andere Qualität, wenn man voll im Berufsleben angekommen ist. Man muss die Dauer seine Feiertagspause mit Bedacht festlegen und das richtige Mittel finden zwischen der notwendigen Verschnaufpause im Kreise der Familie und der Gefahr, wertvolle Urlaubstage zu verschwenden. Dieses Jahr also: eine Woche frei. Das ist schon was anderes wie in Schule und Studium, als man noch zwei oder gar drei Wochen pausieren durfte.
Und was macht man an Weihnachten? Man fährt heim und feiert mit der Familie. Gleich Freitag Abend also ab ins Easy Jet Flugzeug (das ist ganz schön praktisch, so ist Basel nur eine gute Stunde von Hamburg entfernt, statt der sieben mit dem Zug). Ein paar ruhige Tage in Steinen mit den Eltern verbracht, bevor diese sozusagen als Vorauskommando in de Jura aufbrechen. Die drei Söhne der Familie bleiben noch zurück, denn wir wollen das traditionelle Klassen-/Jahrgangs-/Schul-Ehemaligentreffen im Goldenen Löwen in Schopfheim nicht vepassen. Schlussendlich ist es jedes Jahr das gleiche: man spricht ein wenig mit den Leuten, die man einmal im Jahr dort trifft und hält sich ansonsten an die Leute, die man auch sonst immer wieder sieht. Dazu gibt's viel Bier und man muss danach das Nachhausekommen organisieren. Hier in der Provinz fahren die öffentlichen Verkehrsmittel ja nicht die ganze Nacht... Pierre hat aber die Spendierhsen an und zahlt das Taxi!
Am nächsten Morgen geht's dann auch für uns in den Jura, wir uns dieses Jahr mit der französischen Verwandtschaft in einer netten Ferienwohnung im Örtchen Darbonnay für die Weihnachtstage verabredet haben. Das liegt in der nähe von Poligny (Hauptstadt des Compté) und mitten in Weinbergen, wo der sehr leckere Jurawein angebaut wird. Dieser ist - insbesondere außerhalb Frankreichs, nur Insidern bekannt und sicherlich was besonderes! Leider konnte auch dieses Jahr nicht die ganze Familie da sein. Die einen müssen arbeiten, die anderen können sich nicht zerteilen und feiern in der Charentes. Wie immer freut man sich auf die gemeinsam verbrachte Zeit und genießt diese, lässt sich reich vom Weihnachtsmann beschenken, isst gut, trinkt genüsslich und füllt die Tage daneben mit ein wenig touristischem Spazerengehen Hier ein paar Bilder. Einer der Höhepunkte wurde leider nicht fotographisch festgehalten, die Weinprobe beim Weinbauer des Dorfes (die Familie Pêcheur): angefangen mit den Roten wurde über die Weißen, den vin jaune, den vin de paille große Ähnlichkeit mit Eiswein) und den Macvin alles durchgekostet. Dabei wurden wir sehr gut vom Hausherren unterhalten. Ein Genuss!
Zurück in Steinen reichte die verbliebene Zeit gerade noch, um den Schnee im Schwarzwald für einen Skiausflug zu nutzen. Es ging nach Wieden/Münstertal, inzwischen mein Lieblingsskigebiet im Schwerzwald und auch dies sicherlich ein Geheimtipp. Gute Pisten und immer wenig los. Dann war alles schon wieder vorbei und es ging zurück nach Hamburg. Ich wäre gern noch ein wenig gelblieben.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Zu Besuch bei Oma

Nach viel zu langer Zeit habe ich endlich mal wieder ein Wochenende in Heidelberg verbracht. Neben dem Wiedersehen alter Bekannter, den obligatorischen Glühweinen auf dem Weihnachtsmarkt und der Inspektion der neuen Wohnsituation meiner Schwester stand ein Nachmittag bei meiner Oma auf dem Programm.
Zu heidelberger Studienzeiten war es keine Seltenheit, dass ich zum Sonntagsessen bei ihr in Schriesheim vorbeischaute. Im Laufe der Zeit, insbesondere in der jüngsten Vergangenheit, konnte man dabei die Last des Alters wachsen sehen. Inzwischen wäre es nicht mehr denkbar, sich mit einem reichlichen Sonntagsbraten verwöhnen zu lassen. Die Energie meiner Oma reicht jetzt nicht mehr für große kulinarische Glanzleistungen.
Auch Unterhaltungen mit meiner lieben Großmutti sind leider nicht mehr das, was sie mal waren. Man ist nur noch Stichwortgeber für inzwischen altbekannte Geschichten, hier die Top 5 (Insider werden damit etwas anfangen können):
  1. "Hoiner, geh' mer donze?"
  2. "Da hab ich den ersten Neger meines Lebens gesehen. Er kam vor unserem Haus aus dem Panzer gestiegen. Das war auf der Höhe des ersten Stocks."
  3. "Als die Ami bei der Überrollung kamen und bein uns in der Wohnung für sie Kaffee gekocht wurde. Echten Bohnenkaffee, ich wusste ja bis dahin gar nicht was das war."
  4. "Als in Mannheim die Bomben vielen und wieder Christbäume am Himmel standen."
  5. "Roland hat ja immer so viel gelesen, er hat die Bücher immer so richtig gelebt. Auf der Wiese vor unserem Haus, er las sicher wieder Karl May, hatte er in einer Hand das Buch und spielte die Geschichte beim Lesen nach."
Das alles gibt einem schon zu denken. Jedenfalls werde ich alsbald wieder hinfahren. Wer weiß, wie lange sie noch da ist, um diese Geschichten wieder zu erzählen.

Freitag, 8. August 2008

Elterliche Inspektion

Wenn der Sohn in eine neue Stadt zieht, dauert es nicht lange, bis die Eltern zu Besuch kommen, um zu überprüfen, ob es dem Nachwuchs dort auch gut geht. So stand letztes Wochenende der nächste Elternbesuch bei mir an. Es wurde das Viertel inspiziert, wo ich arbeite und für gut befunden. Ebenso meine Wohnung, meine Wohngegend und meine Mitbewohner. Natürlich wurde der Besuch auch für die touristische Erkundung Hamburgs genutzt. Da ich mich hier auch noch nicht so auskenne, ist für mich auch noch einiges neu. Leider war die Stadt am Wochenende Rammelvoll, da „Hamburg Cruise Days“ und Christopher Street Day war und Samstags ohnehin viel los ist. Beide Events locken ein sehr unterschiedliches Publikum an, war eine lustige Mischung. Das Wochenende war dann viel zu schnell vorbei und meine Eltern auch ebenso schnell schon wieder weg. Selbstverständlich wurde das Wochenende ausgiebig fotographisch dokumentiert.

Sonntag, 18. Mai 2008

Ein rabenschwarzes Wochenende

Meine Familie, sowohl ihre männlichen als auch ihre weiblichen Mitglieder, ist durchaus fußballbegeistert. Deswegen war das Wochenende für uns ziemlich schmerzhaft, standen doch in Deutschland wie auch in Frankreich die Vereine unseres Herzens beide zwischen Jubel und Vezweiflung. In beiden Fällen ging es schließlich schlecht aus.

Der SC Freiburg hatte bis heute noch eine minimale Chance, nach drei Jahren in Liga 2 und im ersten Jahr nach der Ära Finke den Aufstieg wieder zu schaffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es noch klappen würde, war zwar nach der miserablen Rückrunde nur noch sehr klein, man wäre auf Patzer von Mainz und Hoffenheim angewiesen gewesen. Man hofft ja doch immer noch. Doch mit der Niederlage des SC im heimischen Stadion hatte die ehemaligen Breisgaubrasilianer ohnehin ihren Teil des Deals nicht erfüllt. So steigen nun die Hoffenheimer Millionäre auf und wir müssen uns ein weiteres Jahr für zweite Liga interessieren und auf einen Aufstieg im nächsten Jahr hoffen. Wie die Fans im Stadion singen: „Zweite Liga, tut so weh, schieß egal, ole, ole...“

Viel bitterer ist aber der Abstieg des RC Lens aus der ersten französischen Liga. Meine ganze französische Verwandtschaft gehört schon immer zu den Anhängern dieses Vereins, meine Mutter hat uns auch zu Fans der „Sang et Or“ gemacht. Lens ist vom Vereinstypus her vergleichbar mit dem FC Schalke 04: Ein durchaus erfolgreicher Club aus einem ehemaligen Kohlerevier mit einer treuen und zahlreichen regionalen Anhängerschaft (Mehr Infos: Wikipedia). Im übrigen ist das die Region von Fußball-Deutschlands Liebling „Fronck“ Ribéri. Der Verein war noch vor 10 Jahren französischer Meister, spielte in den Vergangenen Jahren mehrmals in der Champions League und im Uefa Cup, auch dieses Jahr zählte er eigentlich zu den Aspiranten für den internationalen Fußball. Stattdessen lief es die ganze Saison überhaupt nicht und nun folgt der bittere Gang in Liga zwei. Mein Bruder hat schon angekündigt, deshalb heute kein Wort zu sprechen... Auch hier bleibt nur die Hoffnung auf den sofortigen Wiederaufstieg wie es in diesem Jahr einem anderen französischen Traditionsclub, dem FC Nantes, gelungen ist.

Mittwoch, 16. April 2008

Einer wieder da, die andere länger weg

Es tut sich was bei meinen asienreisenden Geschwistern. Zur großen Freude sowohl meiner Eltern als auch meiner selbst ist mein kleiner Bruder letzte Woche wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt. Ich bekam ihn gestern erstmals zu Gesicht, denn er hat sich vorübergehend bei mir eingenistet. Seit heute ist er in der Tat nicht mehr nur auf dem Papier Student an der HU, sondern auch tatsächlich. Nun hat er zwei Wochen Zeit, eine eigene Unterkunft zu finden, sonst muss er auf der Straße schlafen...

Meine Schwester dagegen ist noch immer auf dem indischen Subkontinent unterwegs. Anders als ihr Freund, der bereits zurückgekehrt ist, bleibt sie länger unterwegs als geplant. Nun steht ein Trekking zum Everest Basis Camp auf dem Programm, danach führt die Reise weiter durch Nordindien, noch bis September! Schade, dass sie noch so lange weg bleibt. Gleichzeitig bin ich aber auch der Nutznießer dieser Situation, denn Ende Juni heißt es für mich: Urlaub in Indien.

Dienstag, 25. März 2008

Traumhaft!

Wer hätte das gedacht? Gleich mehrere kaum mehr für möglich gehaltene Ereignisse fanden diese Ostern statt. Erstens: 19 Jahre ihrem ersten und einzigen Familienskiurlaub in La Punt Chamues (Engadin), hat es die Familie H. tatsächlich mal wieder geschafft, mehrere Tage am Stück gemeinsam in den winterlichen Alpen zu verbringen. Nun ja, schlussendlich waren leider nur die Hälfte der Familienmitglieder zugegen, da sich zwei auf dem indischen Subkontinent herumtreiben und einer leider von Magen-Darm-Problemen und der baldigen Vollendung seiner Bachelorarbeit geplagt ist. Die restlichen drei Familienmitglieder verbrachten jedenfalls das lange Osterwochenende im beschaulichen Dörfchen Alt Sankt Johann im Toggenburg in den Schweizer Alpen.

Zweitens wurde es noch einmal richtig winterlich. Das hat sich ja noch nur auf die Bergregionen begrenzt, doch ich hatte mich schon auf sehr schlechte Schneeverhältnisse eingestellt. Tatsächlich realisierte sich der Traum eines jeden Skifahrers: Bis zur Ankunft am Ort massenweise Schneefälle (ohne Schneeketten wären wir aufgeschmissen gewesen), als wir am nächsten Tag dann auf der Piste standen: strahlender Sonnenschein (mal wieder hatte der Wetterbereicht ziemlich daneben gelegen). Optimal! Solche Schneeverhältnisse hatte ich schon lange nicht mehr – viel, weich und pulverig. Damit hätte ich nicht gerechnet. Zudem ist Toggenburg ein durchaus empfehlenswertes Skigebiet, mit mittelmäßig anspruchsvollen Pisten, einigen guten etwas schwereren Abfahrten, viele lange Pisten und auch gute Möglichkeiten für Fahrten ins Gelände. Da ich das Glück hatte, die guten Skier meines Bruders fahren zu können, war ich rundum zufrieden. Schade, dass alles so schnell vorbei war und heute schon wieder Arbeiten angesagt war... Vielleicht sollte ich doch wieder in den Süden ziehen, da ist man näher an den Bergen.

Die von meinen Eltern aufgenommenen Fotos lohnen sich, denn die Gegend ist auch landschaftlich absolut sehenswert.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Elternbesuch

Seit ihre Kinder alle von zu Hause ausgezogen sind, weit weg wohnen und selten gen Süden nach Hause fahren, folgen meine Eltern der Devise: dann fahren wir Euch halt besuchen. Wenn sich dies dank Billigflieger, Resturlaub und Unterkunft in der Wohnung des Sohnes mit einem Kurzurlaub in der Großstadt verbinden lässt, umso besser. Ich selbst habe auch was davon: ich treffe meine Eltern, erlebe mal wieder touristische Highlights und lasse mich (vor allem was Essen betrifft) verwöhnen. Die Herrschaften geben sich schließlich nicht mit einer Currywurst zufrieden!

Da dies nicht ihr erster Besuch in der Bundeshauptstadt war, konnte ich diesmal mit ihnen nicht das übliche Touristenprogramm abspulen. Allerdings kenne ich mich ja inzwischen ganz gut aus. Zudem gibt es auch für mich einigis zu entdecken, vor allem was Museen betrifft. So beinhaltete unser Programm unter anderem folgende Highlights: Besuch in der Arminiusmarkthalle wo ich täglich zu Mittag esse (hierfür konnte ich meinen Vater jedoch nicht begeistern), Mauerdedenkstätte Bernauer Straße, Spaziergang zu den sehenswerten Ecken Neuköllns (habe ich bereits hier beschrieben), Altes Museum, Sonntagsausflug nach Köpenick, Jüdisches Museum, Abschreiten eines beträchtlichen Stückes des Mauerwegs, Besuch der Zille Ausstellung in der Akademie der Künste. Wenn ich das so aufzähle stelle ich fest, dass es kein Wunder ist, dass ich nach diesem verlängerten Wochenende ziemlich platt war. Glücklicherweise hatte ich mir zwei Tage Urlaub genommen, ein dritter wäre aber zur Erholung durchaus notwendig gewesen...

Zudem haben wir noch etwas nachgeholt, was eigentlich zum Pflichtprogramm eines jeden Berlinbesuchers gehört und ich seit meiner Ankunft hier noch nichtgemacht habe: das Erklimmen der Reichstagskuppel. In der Tat war mir bisher die Schlange stets zu groß. Wir gingen jedoch hin, als es bereits dunkel war. Das ist ein echter Geheimtipp. Klar, tagsüber ist die Aussicht vielleicht ein wenig interessanter, doch auch im dunkeln hat der Reichstag was zu bieten. Man geht ja vor allem hin, weil es der Reichtsag ist. Eine gute Aussicht hat man auch von anderswo. Jedenfalls konnte man zu dieser Abendzeit einfach reinmarschieren, ohne auch nur eine Minute anstehen zu müssen. Es lohnt sich also! Die Reichstagsterasse ist bis 24 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 22.00 Uhr.Meine Eltern haben natürlich massenweise Fotos geschossen... Diese gibt es in kürze hier zu sehen.

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Schön war’s, und viel zu schnell vorbei

Da ich mich heute morgen schon wieder zum Arbeiten aus dem Bett quälen musste, ist die Weihnachtszeit für mich leider schon beendet. Zeit also, zurückzublicken. Wie sich gehört, wurde Weihnachten im Kreise der Familie gefeiert, nach einigem hin- und her bekam ich auch am 24.12. frei und konnte so fünf Tage in Steinen verbringen. Dieses Jahr sah ich den Feiertagen mit etwas gemischten Gefühlen entgegen, da ein Drittel der Familie fehlen würde, weil sie sich in der Weltgeschichte herumtreibt. Anne und Rémi haben uns denn auch gefehlt, ist schon was anderes, wenn nicht alle da sind. Das ist der Preis den man bezahlen muss, wenn man sich gerade in Indien respektive Thailand aufhält.

Außer diesem gewichtigen Manko waren jedoch alle Ingredienzien für schöne Tage in der Heimat beisammen. Der Aufenthalt war zwar leider doch zu schnell vorbei, um wirklich erholsam zu sein, aber doch lang genug, um richtig abzuschalten. Besonders angenehm machten ihn zudem:

- Das Wiedersehen mit der Familie nach einer gefühlten langen Zeit, allerdings hatte ich sie in Wirklichkeit nur drei Monate nicht gesehen.

- Ebenso das Wiedersehen mit vielen alten Freunden, zu Spaziergängen, netten Gesprächen und einem feuchtfröhlichen Abend beim Schultreffen im Goldenen Löwen.

- Nachbarschaftliche Idylle und heile Welt in unserem Viertel, inklusive Quartiersadventskalender.

- Die übliche Weihnachtshektik bei uns zu Hause, die glaube ich etwas ausgeprägter ist als anderswo und seltsamerweise mit den Jahren nicht abnimmt, obwohl man meinen könnte, dass sie gerade, wenn man nur zu viert feiert und nicht wegfährt, gering sein sollte. Ist aber nicht so, das gehört aber in unserem Chaoshaushalt dazu.

- Vorzügliches Schlemmen, mit leckeren Speisen und Getränken, sodass mein Magen jetzt ausgedehnt ist und ich ständig Hunger habe und noch mehr essen muss.

- Wunderbares Wetter für einen Skivormittag in Todtnauberg und schöne Spaziergänge, beides mit Alpenaussicht.

- Fast eine weiße Weihnacht mit Schneefall am zweiten Weihnachtsfeiertag und vorher weiße Anblicke durch den Raureif.

Schade, dass es so schnell rum war, vor allem, weil die Arbeit ruft. Wenn es aber zu lange wäre, wüsste man es nicht richtig zu schätzen. Ich freue mich auf das nächste Jahr, dann wieder mit der ganzen Familie. Fotos dieser Heile-Welt-Tage gibt es hier.