Größere Kartenansicht
Freitag, 20. Juni 2008
Ab in den Urlaub
Größere Kartenansicht
Mittwoch, 18. Juni 2008
Das ist doch wohl das letzte!
Montag, 16. Juni 2008
Schade...
Sonntag, 15. Juni 2008
Interessant...
Dies ist eine gute Gelegenheit, um meine ersten Eindrücke an meiner neuen Stelle zu schildern. Noch bin ich inhaltlich nicht voll angekommen, darf punktuell noch für meine alte Abteilung aushelfen und bin noch nicht voll in die Betriebsarbeit eingestiegen. Allerdings bekomme ich schon erste Eindrücke, wie das so laufen wird und ich bin eher angetan. Vertrieb ist in der Tat nicht so unbedingt das, was ich mir darunter vorgestellt habe. Klar, es geht schlussendlich darum etwas zu verkaufen. Doch dahinter steckt einiges an inhaltlicher Arbeit, denn schlussendlich muss man ja die potentiellen Kunden überzeugen, dass sich die Investition lohnt.
Deshalb habe ich auch in den zwei Wochen, die ich nun an meiner neuen Stelle bin, mehr über die Produkte meiner Firma und was dahinter steckt erfahren, als im guten halben Jahr in meiner alten Abteilung. Dabei war ich vorher im „Content Service“, also dort, wo die Medienbeobachtungsdienstleistungen, die „wir“ anbieten, mit Inhalt gefüllt werden. Doch schlussendlich war dies eine reine Produktionstätigkeit. Nun sehe ich, was tatsächlich beim Kunden ankommt (oder ankommen soll): Clippings, Pressespiegel, Analysen. Und Blogrecherche.
Dienstag, 10. Juni 2008
Zwei Herzen in meiner Brust
Lange Zeit waren mir die Deutschen einfach unsympathisch. Außerdem waren sie schlecht. Wenn man heute überlegt, dass es reichte, wenn ein deutscher Spieler mal ein paar gute Partien in der Bundesliga spielte, um in die Nationalmannschaft zu kommen, weiß man, wie das Niveau war. Selbst im WM-Finale 2002 konnte ich mich nicht richtig für Deutschland begeistern. Anders Frankreich, spielte die Equipe Tricolore zumindest zwischen 1998 und 2002 einfach wunderbaren Fußball. Bei der WM 2006 konnte man ja zum Glück für beide Mannschaften sein, ist Deutschland doch ausgeschieden, bevor die Entscheidung fallen musste.
Hinzu kommt, dass man als Bi-Nationaler einfach dazu neigt, die Mannschaft des Landes zu unterstützen, in dem man nicht lebt. Man grenzt sich dadurch nicht nur von seiner Umgebung hat, es ist auch ein Möglichkeit, die zweite nationale Identität zu pflegen. Diese ergibt sich sonst nicht so oft.
Bei dieser EM neige ich zunehmend dazu, „la Mannschaft“ (wie die Franzosen sie nennen) zu unterstützen. Dank Jürgen Klinsmann und Jogi Löw (der meiner Meinung nach ohnehin der eigentlich Mann hinter dem Erfolg von 2006 ist) macht es wieder Spaß, „unseren Jungs“ (furchtbar!) beim Spielen zuzuschauen. Mag es Defizite in der Abwehr geben, egal, wenigstens gibt es schöne Spielzüge, Torchancen, und Tore. Die Franzosen spielen hingegen jetzt wie die Italiener. Mischen hinten Beton an und warten ab. Solchen Fußball finde ich furchtbar, im Ergebnis kommt so etwas raus wie gestern gegen Rumänien. Hoffentlich ist der Trainer Raymond Domenech bald weg, immerhin wären wir ihn los, wenn die Franzosen in der Vorrunde rausfliegen. Ich hab ja dann noch Deutschland.
Sonntag, 8. Juni 2008
Es ist Obama
Wie manche sicherlich schon festgestellt haben, gibt es eine neue Graphik in der Seitenleiste. Sie zeigt an, wie laut Umfragen das aktuelle Kräfteverhältnis der beiden Parteien im Rennen um die Präsidentschaft, die Senats- , sowie die Repräsentantenhausmehrheit ist. Vor allem die erste Zeile, welche die „EV“, die Electoral Votes oder Wahlmännerstimmen, zählt, erfordert noch einige Erklärungen.
Wie die meisten spätestens seit der 2000er Präsidentschaftswahl wissen, reicht es in den Vereinigten Staaten nicht, die Mehrheit der Wählerstimmen hinter sich zu bringen, um die Präsidentschaft zu erlangen. Vielmehr kommt es darauf an, die Mehrheit der Stimmen im Wahlmännergremium zu erhalten. Dies ist ein Relikt aus der Gründerstaat Amerikas. Jeder der 50 Bundesstaaten entsendet in Electoral College so viele Wahlmänner (und Frauen), wie die Summe seiner Senatoren und Repräsentanten. Jeder Bundesstaat hat immer zwei Senatoren, die Anzahl der Repräsentanten schwankt zwischen einem (für bevölkerungsarme Staaten wie North Dakota oder Alaska) und 53 für Kalifornien. Dies führt de facto zu einer Überrepräsentanz der kleinen Staaten. Die Staaten entsenden also zwischen drei und 55 stimmberechtigte Personen in die Wahlversammlung, die an das Votum der Wähler ihres Heimatstaates gebunden sind. Zwar kann jeder Bundesstaat selbst entscheiden, wie seine Delegation für das Wahlmännergremium zustande kommt, de facto läuft es aber in fast allen Staaten folgendermaßen: Der Kandidat, der die Mehrheit der Stimmer erhält, bekommt alle Elecotral Votes des Staates.
Diese Besonderheit bedeutet, dass Wahlumfragen, in denen einfach Wähler im ganzen Land befragt werden, wenig aussagekräftig für den Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA sind. Vielmehr muss in jedem Bundesstaat die Wählerschaft befragt werden. Am Ende müssen die hypothetischen Wahlmännerstimmen zusammengerechnet werden. Dies macht die Website electoral-vote.com, von der auch die Graphik stammt. Momentan führt Barack Obama nach dieser Zählung. Da sein Umfragenvorsprung in manchen Staaten aber hauchdünn ist, kann John McCain schnell wieder die Führung übernehmen.
Auch wenn dies durch den Präsidentschaftswahlkampf in den Schatten gestellt wird, lohnt es sich auch, die Senats und Repräsentantenhauswahlen im Blick zu behalten. Es sieht danach aus, als könnten die Demokraten hier erdrutschartige Zugewinne erzielen. Selbst wenn also John McCain Präsident werden sollte, hätte er nicht die volle Handlungsfreiheit.
Mittwoch, 4. Juni 2008
Ich bin jetzt Hamburger
Ich bin nun also seit dem Wochenende in meiner neuen Bleibe im Stadtteil Eimbüttel angekommen und wurde dort von meinen beiden neuen Mitbewohnern sehr nett empfangen. Den Sonntag habe ich trotz der Hitze mit Möbelaufbau und Kisten auspacken verbracht. Montag hatte ich auch noch frei, da wurde aber zum einen das Bürgeramt aufgesucht (Anmelden kostet hier was, ist das nicht unverschämt?), ein neuer Küchentisch besorgt und mit dem Auto durch halb Hamburg gegurkt, um mich beim Vermieter vorzustellen und noch was im Baumarkt zu besorgen. Damit scheiterte leider mein Plan, mit dem Auspacken fertig zu sein, wenn ich am Dienstag mit der Arbeit anfangen würde. Ich sitze also noch ein bisschen im Umzugschaos und bin hin und her gerissen zwischen der Unlust auszupacken und dem Wunsch, es hinter mich zu bringen. Wird aber wohl noch bis zu Wochenende dauern.
Ich bin gerade ohnehin etwas angestrengt durch die vielen neuen Eindrücke, die neuen Informationen, die es zu verarbeiten gilt, das Einstellen auf einen neuen Lebensrhythmus (statt von 6-15 Uhr arbeite ich jetzt von 9-18 Uhr), auf neue Mitbewohner und die Tatsache, dass ich nicht mehr alleine wohne, eine neue Stadt, die schon sehr anders ist und so weiter. Ich werde wieder vieles zu berichten haben und hoffentlich auch dazu kommen!