Dienstag, 19. Januar 2010

Alle haben genug vom kalten Winter...

… nur nicht Pierre, der will noch mehr!

Ja, so ist es. Um mich herum jammern die Menschen über die Kälte, den Schnee, die glatten Straßen, und so weiter. Dabei ist das doch ein Traum! Endlich mal wieder ein Winter, der seinen Namen verdient hat. In Hamburg liegt seit über zwei Wochen ohne Unterbrechung Schnee und bis gestern hatte es fast konstant Dauerfrost. Gut, das erschwert das Fahrradfahren und es ist kalt, doch ist es nicht viel schöner als der übliche 3-Grad-plus-und-Regenwinter? Gegen Kälte kann man sich warm anziehen und Schnee macht (mich zumindest) einfach glücklich. Man muss nur am Wochenende rauszugehen und die Wiederentdeckung des Rodelns zu beobachten um festzustellen, dass auch viele andere sich freuen. Gut, dass es ab morgen wieder Kälter wird. Wer will schon Tauwetter?

Fotos.

Montag, 18. Januar 2010

Fußball: Der SC beim HSV

Mein jüngster Bruder ist ein viel beschäftigter Mensch, sodass man schon etwas zu bieten haben muss, um ihn nach Hamburg zu locken. Zwei gute Mittel gibt es dafür: Sport oder Musik. Diesmal was der Sport das richtige Mittel, besser gesagt das Auswärtsspiel des SC Freiburg beim Hamburger SV. Man muss schon ein wenig bescheuert sein, um bei diesen Wetterverhältnissen freiwillig zwei Stunden in der Kälte herumzustehen, doch was mache man nicht alles für den König Fußball. Mit der entsprechenden Kleidung und dem Glühwein im Stadion hält man das schon durch.

Das Spiel ist nicht der Rede wert, nur so viel. Bei aller Freude über die Rückkehr des SC in die erste Liga, irgendwie macht es nicht immer Spaß, die Rolle des Underdog zu haben. In Liga 2 ist Freiburg immerhin immerhin bei jedem Spiel Favorit und gewinnt auch viel. Das ist aber wohl das Dilemma der Fans einer jeden Fahrstuhlmannschaft. Trotzdem wäre ein Abstieg am Ende der Saison großer Mist! Das Spiel vom Samstag bot mir zumindest die Gelegenheit, endlich mal in das Volksparkstadion zu gehen und ich muss sagen, ich bin beeindruckt. Die Sicht, selbst von der Gästetribüne ist phänomenal. So eine moderne Arena hat schon was. Hier ein paar Bilder, um einen Eindruck zu vermitteln.

Freitag, 8. Januar 2010

Weihnachten 09 – Pause vom Alltag

Erholsam ist was anderes. Wie jedes Jahr ist zu Weihnachten 09 großes Familien-Halli-Galli angesagt. Diesmal war der Plan, dass die französische Verwandtschaft ausnahmsweise nach Deutschland anreisen sollte. Zu diesem Zweck hatten wir in Elbenschwand, einem kleinen Dörfchen im Kleinen Wiesental, das Jugendhaus Sonnenheim angemietet. Die werte Familie zitterte schon ob der möglichen Schneeverhältnisse, hatten sie doch alle keine Winterreifen.

Zunächst wurde jedoch Heiligabend in kleinerem Kreis gefeiert, nur mein Cousin war mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Töchtern schon bei uns. Gelegenheit für die jungen Männer der Familie (und deren weiblichen Anhänge) ein bisschen das Elterndasein zu spielen. Nach Weihnachten ging es dann in den Schwarzwald, wo zunächst vom vorweihnachtlichen Schnee kaum mehr was übrig war. Glücklicherweise sollte sich das jedoch ändern, sodass wir geradezu märchenhafte Tage verbringen konnten. Wie immer wurde viel und gut gegessen, getrunken, gelesen, geplaudert, ein wenig spazieren gegangen. Dieses Jahr kam dann noch Schlittenfahren hinzu. Vor lauter Skifahren in den letzten Jahren hatte ich ganz vergessen, wie viel Spaß das macht. Der Schnee war übrigens pünktlich zur Abreise wieder weg geschmolzen. Alle Sorgen der Verwandten waren also unbegründet, die Schneeketten konnten verpackt bleiben.

Im Großen und Ganzen waren die Feiertage also nicht besonders spektakulär. Auch fand ich die vielen Leute um mich herum teilweise etwas anstrengend. Und doch möchte ich das nicht missen. Es hat so gut getan, wieder einmal aus dem Alltagstrott herausgerissen zu werden und die vielen Gedanken, die man über die Arbeit verschwendet, aus dem Kopf zu vertreiben. Das war wie ein langer Urlaub. Und das ganze im Kreise von Menschen, die man liebt.

So war es auch schwer, im neuen Jahr (nach einer zugegeben recht heftigen Silvesterfeier) wieder zurück in den Arbeitsalltag zu finden. Die erste Woche erschien sehr lang, und so schnell erscheinen die Feiertage wieder weit weg in der Vergangenheit.

Fotos

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Konzerte des Jahres 2009

  1. Franz Ferdinand @Docks Hamburg / Hurricane Festival 09
  2. Maxïmo Park @Stadtpark Hamburg
  3. Bloc Party @Docks Hamburg
  4. Editors @Große Freiheit 36 Hamburg (inklusive großartiger Vorbands!)
  5. Whitest Boy Alive @Dockville Festival
  6. Mumford & Sons @Molotow Hamburg
  7. Beirut @Docks Hamburg
  8. Kings of Conveniece @Kampnagel Hamburg
  9. Bon Iver @Große Freiheit 36 Hamburg
  10. Dear Reader @Lido Berlin / Reeperbahnfestival (Grünspan Hamburg)
Eine sehr schwere Entscheidung in diesem Jahr, in dem ich wohl so viele Bands live gesehen habe wie nie zuvor - Großstadtleben und Vollzeitjob mit anständiger Bezahlung sei Dank. So schaffen es großartige und beeindruckende Konzerte nicht in meine Jahres-Top-Ten, die dennoch allesamt sehr sehenswert waren, wie Muse, The Rifles, Bishop Allen, HErman Düne oder auch der unvergessliche Abend im Uebel & Gefährlich beim Reeperbahnfestival mit Reverend and the Makers und WhoMadeWho. Hoffentlich hat 2010 bezüglich Livemusik genausoviel zu bieten!

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Alben des Jahres 2009

  1. Maxïmo Park - Our Earthy Pleasures
  2. Mumford and Sons - Sigh No More
  3. Noah and the Whale - The First Days Of Spring
  4. Scott Matthew - There is an Ocean That Divides
  5. The View - Which Bitch?
  6. Bishop Allen - Grrr
  7. The Airboren Toxic Event - The Airborne Toxic Event
  8. Jamie T - Kings & Queens
  9. Dear Reader - Replace Why with Funny
  10. White Lies - To Lose My Life

Freitag, 18. Dezember 2009

Winter, Weihnacht, Schnee

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit ist endlich der Winter eingebrochen, mit ordentlich Schneefall und Kälte. Kein üblicher Schneematsch, wie sonst in der Stadt. Der Boden war richtig kalt, deswegen ist es sofort schön liegen geblieben. Dazu passend ein paar Glühweine auf dem Weihnachtsmarkt. Das alles passt zu meiner weihnachtlichen Stimmung, wie ich sie seit Jahren nicht mehr hatte. Hamburg zu Weihnachten: kitschig, aber schön, wie die Fotos bezeugen.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Auf dem Weg zum Konzert

Das spannende am Hamburger Kiez sind nicht die Laufhäuser, Sexshops, Live-Sex-Clubs oder Moonboots-Damen, das finden nur ekelige Typen und Touristen interessant. Viel interessanter ist, dass sich dort auch fast das komplette Nachtleben Hamburgs abspielt, deren Charme eine einzigartige Mischung ist: hier steht die ranzige Eckkneipe neben der In-Lounge, die Prollo-Großraumdisco neben dem Indieschuppen und der aktuelle In-Club gegenüber dem Muscialtheater. Entsprechend mischt sich hier auf der Straße auf einzigartige Weise das Publikum wie sonst selten anderswo, bevor sich dann in den Lokalitäten die Wege dann doch trennen.

Natürlich befindet sich auch der Großteil der Hamburger Konzertbühnen in Kiezumgebung, sodass ich mich oft zu verhältnismäßig früher Stunde und/oder an Wochentagen in diese Nachbarschaft begebe. Dann ist dort nicht ganz so viel los und die Touristen, Türsteher der Sexlokalitäten und Moonbootsdamen sind noch größtenteils unter sich. Dafür ist jedes Mal der Weg mit dem Fahrrad von mir zu Hause bis zur Reeperbahn eine wahre Wohltat. Man durchfährt dabei die ruhigen Wohnstraßen des Schanzenviertels und Sankt Paulis mit Namen wie Langenfelder Straße, Eimbüttler Straße, Lippmannstraße, Bernstorffstraße, Glibertstraße, Wohlwillstraße, usw. Wäre ich nicht zu geizig und faul, mir eine neue Wohnung zu suchen, hier würde ich hinziehen. Hier gibt es schöne Altbausubstanz und man ist nicht mitten im Schanzen- oder Kiezlärm. So begnüge ich mich damit, auf dem Weg zum Konzert die Kopfsteinpflaster entlangzufahren, zu schauen und zu träumen.

Wie die Konzerte der Woche waren, steht hier.