- Franz Ferdinand @Docks Hamburg / Hurricane Festival 09
- Maxïmo Park @Stadtpark Hamburg
- Bloc Party @Docks Hamburg
- Editors @Große Freiheit 36 Hamburg (inklusive großartiger Vorbands!)
- Whitest Boy Alive @Dockville Festival
- Mumford & Sons @Molotow Hamburg
- Beirut @Docks Hamburg
- Kings of Conveniece @Kampnagel Hamburg
- Bon Iver @Große Freiheit 36 Hamburg
- Dear Reader @Lido Berlin / Reeperbahnfestival (Grünspan Hamburg)
Donnerstag, 31. Dezember 2009
Konzerte des Jahres 2009
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Alben des Jahres 2009
- Maxïmo Park - Our Earthy Pleasures
- Mumford and Sons - Sigh No More
- Noah and the Whale - The First Days Of Spring
- Scott Matthew - There is an Ocean That Divides
- The View - Which Bitch?
- Bishop Allen - Grrr
- The Airboren Toxic Event - The Airborne Toxic Event
- Jamie T - Kings & Queens
- Dear Reader - Replace Why with Funny
- White Lies - To Lose My Life
Freitag, 18. Dezember 2009
Winter, Weihnacht, Schnee

Sonntag, 6. Dezember 2009
Auf dem Weg zum Konzert
Das spannende am Hamburger Kiez sind nicht die Laufhäuser, Sexshops, Live-Sex-Clubs oder Moonboots-Damen, das finden nur ekelige Typen und Touristen interessant. Viel interessanter ist, dass sich dort auch fast das komplette Nachtleben Hamburgs abspielt, deren Charme eine einzigartige Mischung ist: hier steht die ranzige Eckkneipe neben der In-Lounge, die Prollo-Großraumdisco neben dem Indieschuppen und der aktuelle In-Club gegenüber dem Muscialtheater. Entsprechend mischt sich hier auf der Straße auf einzigartige Weise das Publikum wie sonst selten anderswo, bevor sich dann in den Lokalitäten die Wege dann doch trennen.
Natürlich befindet sich auch der Großteil der Hamburger Konzertbühnen in Kiezumgebung, sodass ich mich oft zu verhältnismäßig früher Stunde und/oder an Wochentagen in diese Nachbarschaft begebe. Dann ist dort nicht ganz so viel los und die Touristen, Türsteher der Sexlokalitäten und Moonbootsdamen sind noch größtenteils unter sich. Dafür ist jedes Mal der Weg mit dem Fahrrad von mir zu Hause bis zur Reeperbahn eine wahre Wohltat. Man durchfährt dabei die ruhigen Wohnstraßen des Schanzenviertels und Sankt Paulis mit Namen wie Langenfelder Straße, Eimbüttler Straße, Lippmannstraße, Bernstorffstraße, Glibertstraße, Wohlwillstraße, usw. Wäre ich nicht zu geizig und faul, mir eine neue Wohnung zu suchen, hier würde ich hinziehen. Hier gibt es schöne Altbausubstanz und man ist nicht mitten im Schanzen- oder Kiezlärm. So begnüge ich mich damit, auf dem Weg zum Konzert die Kopfsteinpflaster entlangzufahren, zu schauen und zu träumen.
Wie die Konzerte der Woche waren, steht hier.
Sonntag, 29. November 2009
Schlechtes Essen
Man kennt das: Jeder, der in seiner Firma eine Kantine hat, jammert über das schlechte Essen, das es dort gibt. Doch auch wenn man am Arbeitsplatz keine solche Einrichtung hat, ist der Speiseplan nicht unbedingt gut. Ich habe zwar das Glück, dass sich meine Firma im gerade immer angesagter werdenden Winterhude befindet, sodass die Lokale hier mit allen möglichen Mittagstischangeboten um die arbeitende Bevölkerung wetteifern. Doch das heißt nicht unbedingt, dass man immer Qualität bekommt, zumal man ja auch keine Unsummen für sein tägliches Mittagessen ausgeben möchte. Irgendwann hat man zudem genug von Pasta, Asia, Schnipo, Döner und belegten Brötchen. Die vermeintliche Lösung ist natürlich, sich was mitzubringen, doch das hieße auch, sich abends in die Küche zu stellen (an sich nicht unbedingt ein Problem) und auch noch nicht alles aufzuessen, was man gekocht hat (schon eher problematisch).
Ich komme aus einem Haushalt, wo man Wert auf eine ausgeglichene Ernährung legt. Seit ich dort ausgezogen bin, habe ich diesen Anspruch aufrechterhalten, sodass ich beispielsweise auch im Studium nicht zu den Studenten gehörte, die täglich in die Mensa gingen. Wenn es sich einrichten ließ, aß ich lieber selbst zubereitetes, das schmeckt immer besser. Zum zweiten Mal in meinem Leben (das erste Mal war der verpflichtende Meal-Plan in meinem kanadischen Studentenwohnheim) ärgere ich mich derzeit über schlechte Ernährung. Zwar gebe ich mir Mühe, am Wochenende gut zu kochen und zu essen, doch das gleicht bei weitem nicht die Frustration aus, die sich derzeit über meine Ernährungsweise unter der Woche breitmacht. Dabei geht es mir nicht mal um die Gesundheit – es schmeckt einfach nicht. Nun, da muss man wohl durch. Vielleicht klappt es doch irgendwann mit dem Hausmannsdasein, dann hätte ich auch wieder Zeit für gute Küche.
Montag, 16. November 2009
Kurztrip in die Berge

Manchmal habe ich Glück und ein Kundentermin in einer Stadt, wo ich Freunde habe, fällt auf einen Freitag. Das ermöglicht dann eine von der Firma bezahlte Wochenendreise. So geschehen letztes Wochenende in München.
Diesmal spielte das Wetter mit und wir konnten eine wunderschöne Wanderung unternehmen, vom Tegernsee zum Schliersee, mit einigen schönen Ausblicken zwischendurch und dem obligatorischen Halt zum Kuchen im Wirtshaus. Auch wenn München noch immer keine Stadt ist, in der ich wohnen möchte muss ich doch anerkennen, dass die bayrische Hauptstadt durchaus ihre Vorzüge hat!
Sonntag, 8. November 2009
Mal wieder ein wenig politische Klugscheißerei
Die Bundestagswahl ist nun 6 Wochen her. Inzwischen kennt man den Koalitionsvertrag und die Regierungsmannschaft. Auch die Opposition hat sich aufgestellt, in wenigen Tagen wird die neue SPD-Troika auch offiziell bestimmt sein. Es ist also mehr als Zeit für mich, auch meinen eigenen unqualifizierten Senf zur neuen Lage zu geben.
Programmatisch hat die neue Regierung nicht überrascht: weitere schleichende Übertragung der Finanzierung des Sozialstaats von den Arbeitgebern zu den Arbeitnehmern, Ziel der Steuersenkung, unbeschränkte Laufzeiten für Atomkraftwerke. Letzteres wird vermutlich sehr schnell geschehen, da dies eine der wenigen Maßnahmen ist, die relativ unkompliziert umgesetzt werden kann. Beim Rest wird wohl abgewartet werden müssen, was durchgesetzt werden kann, insbesondere bezüglich einer möglichen Steuerreform. Die ersten Zwischentöne aus den Ländern zeigen schon, dass es trotz Bundesratsmehrheit schwierig wird. Sollte es im Mai keine Schwarz-Gelbe Mehrheit in NRW mehr geben, wird es noch komplizierter. Deshalb wird sich die Regierung bis dahin sicherlich auch mit unpopulären Maßnahmen zurückhalten.
In der Regierungsmannschaft gab es zwar ein paar Überraschungen bezüglich der Postenvergabe im Einzelnen, doch insgesamt sieht man nur vertraute Gesichter. Schlussendlich wurde das komplette Spitzenpersonal der drei Regierungsparteien mit Ministerien versorgt. Eine positive Überraschung war für mich die Besetzung des Finanzministeriums mit Wolfgang Schäuble. Zum einen ist er damit als Law-and-Order-Mann im Innenministerium aus dem Weg geräumt, zum anderen ist Schäuble meiner Meinung nach als Finanzminister ein Glücksgriff. Ich hatte von Anfang an geglaubt, dass die Union dieses gerade in Zeiten finanzieller Engpässe wichtigste Ministerium der Bundesregierung nicht wieder aus der Hand geben würde. Deshalb hätte mich, wie viel spekuliert wurde, die Ernennung eines FDP-Finanzministers Solms auch sehr überrascht. Mit Wolfgang Schäuble übernimmt jedoch ein Mann das Ministerium, der sich am Ende seiner politischen Karriere befindet, der keinem etwas schuldig ist und der ein ziemlicher Sturkopf ist. Deshalb wird er sich auch (hoffentlich) nicht leichtfertig auf eine Steuerreform einlassen, die nicht solide gegenfinanziert ist. Auch wenn dies bedeuten könnte, den Liberalen in seiner Partei und beim Koalitionspartner zu verärgern.
Bei der SPD war ich nach dem Schock des miserablen Wahlergebnisses zunächst sehr unglücklich mit der schnellen Festlegung auf Sigmar Gabriel als neuen Parteivorsitzenden. Ich hätte zwar auch keine Alternative vorschlagen können (Nahles für die nicht-Linken nicht akzeptabel, Wowereit wollte nicht, und das war’s dann schon mit möglichen Kandidaten). Doch ist Sigmar Gabriel wirklich der richtige, um die notwendige programmatische Erneuerung der Partei voranzutreiben und dabei gleichzeitig die Parteiflügel untereinander zu befrieden?
Inzwischen finde ich, dass der designierte Parteivorsitzende einen ganz guten Start hingelegt hat. Seine Zuhörtour durch die SPD-Bezirke ist noch im Gange, doch es scheint, als meine er es Ernst mit der Befriedung der Partei und einer ernsthaften Ursachenforschung für den Niedergang der deutschen Sozialdemokratie. Die schwersten Aufgaben, nämlich anstehende programmatische Debatten, kommen noch. Sigmar Gabriel ist bisher nicht als der große Ideologe aufgefallen. Muss er auch nicht unbedingt sein, doch um den Niedergang zu stoppen muss die SPD über ihr Programm nachdenken, denn viele wissen nicht mehr, wofür die SPD steht.
Meiner Meinung nach geht es jetzt um folgendes:
- Innere Befriedung der Partei: Solange die Parteiflügel übereinander herfallen können keine nüchternen Programmdebatten geführt werden.
- Klare Positionierung bezüglich einiger Kernfragen: Wie mit der Linkspartei umgehen? Welche Konsequenzen sind aus der Krise des Kapitalismus zu ziehen? Was bedeutet Sozialdemokratie im Jahr 2009?
- Rückgewinnung der Stammwähler, ggf. durch eine etwas linkere Positionierung. DSolange man nur auf die Mitte schielt wählen Linke für die Linkspartei oder bleiben zu Hause. Wenn man sich wieder als Sammelbewegung für die deutsche Linke etabliert hat, kann man sich möglicherweise wieder zur Mitte öffnen, um Mehrheiten zu gewinnen. Dafür können aber auch Koalitionspartner sorgen.
- Ein neues Programm: Die SPD hat ein Selbstverständnis als Programmpartei. Sie hat sich war nach langjähriger Debatte erst 2007 ein neues Parteiprogramm gegeben (das „Hamburger Programm“), doch dies müsste weiterentwickelt werden.