Mittwoch, 30. Januar 2008
Arbeitnehmerfreundlich
Montag, 28. Januar 2008
Sind wir ihn los?
Was Hessen für eine Regierung kriegt werden wir sicherlich erst in ein paar Wochen oder gar Monaten wissen. Ich bin übrigens für Rot-Grün, toleriert von der Linken. Programmatisch wäre das kein Problem. Leider versperrt sich die SPD dem aus prinzipiellen Gründen, dabei müsste ihr langsam klar werden, dass man ohne die Linkspartei im moment keine Mitte-Links-Mehrheit zustande bekommt. So gibt es am Ende wohl doch mal wieder die schlechteste Lösung: die große Koalition. Schade. Immerhin hoffentlich ohne Roland Koch!
Sonntag, 27. Januar 2008
Kranksein nervt!
So packte ich meine Kamera und kletterte die 66 Meter des Kreuzbergs empor, um die Aussicht zu genießen. 66 Meter sind in der norddeutschen Tiefebene durchaus eine stattliche Erhebung. Ich war übrigens auch schonmal auf dem Wilseder Berg in der Lüneburger Heide, mit 163 Metern der höchsten Berg der norddeutschen Tiefebene. Mensch, es wird Zeit, dass ich mal wieder in den Süden komme. Ich vermisse die echten Berge. Zurück zum Kreuzberg. Hier konnte man sich die Vorteile des Winters zunutze machen, der den Bäumen ihr Laub raubt. Im Sommer kann man die gute Aussicht, die sich vom Nationaldenkmal an der Spitze des Berges ergibt, nur erahnen, da der Blätterwald der Bäume das meiste verdeckt. Wenn aber wie jetzt die Bäume ihres Laubes beraubt sind, ist die Sicht frei auf die komplette Nordhälfte Berlins. Das ist durchaus lohnenswert und entschädigt für den "Berganstieg".
Freitag, 25. Januar 2008
Die Erotik der Macht
Sonntag, 20. Januar 2008
Gestern in der Indiedisco...
Freitag, 18. Januar 2008
Get Well Soon
Soviel zu musikalischen Gesichtspunkten. Denn gewisse äußere Einflüsse haben den Konzertgenuss wiederum geschmälert. Zum einen dachten die Konzertveranstalter wohl, man müsste von den Temperaturen her eine Sommernachtsatmosphäre zu schaffen. Die Heizstrahler im Saal liefen auf hochtouren, das war kaum auszuhalten. Zum anderen gehen manche Leute auf ein Konzert und unterhalten sich dort die ganze Zeit lautstark. Das klingt jetzt vielleicht etwas pedantisch, aber bei Musik, die eher der ruhigen Art ist, empfand ich das als sehr störend. Nun ja, es wird sicher nochmal Gelegenheiten geben, dieser wunderbaren, einfach schönen Musik live zu lauschen.
Ich empfehle übrigens die MySpace Seite von Get Well Soon, da dor momentan das komplette Album zum Anhören bereitsteht. Auch ein Blick auf die Musikvideos lohnt sich! Zudem will ich auch noch auf die Vorband I Might Be Wrong hinweisen, die auch recht vielversprechend ist, aber noch ein wenig Spielpraxis vertragen kann.
Dienstag, 15. Januar 2008
Abenteuer in der Großstadt
Am Wochenende hatte ich seit langer Zeit mal wieder Besuch, und zwar von einer guten Freundin aus alten Schultagen. Grund genug, um einige außergewöhnlich Dinge zu erleben. Zunächst begleitete ich sie zur Geburtstagsparty ihrer Tante. Diese feierte in einem abgelegenen Jugendheim am Wannsee. Grund: Man kann dort übernachten. Entsprechend rauschend war das Fest, meine Freundin war ganz entsetzt, wie sehr ihre Verwandtschaft auf der Tanzfläche aus sich heraus ging. Die Gesellschaft war auch sehr interessant: Man kannte sich vor allem aus diversen Kollektiven, Arbeitseinsätzen, Frauenwerkstätten und ähnlichem. Ich habe kürzlich Neue Vahr Süd von Sven Regener gelesen. Ich Denke, so könnte man es sich vorstellen, wenn die diversen Nebenfiguren aus diesem Buch (das Anfang der 1980er Jahre spielt) heute aufeinandertreffen würden. Früher machte mein Vater auf unseren Jugendparties Sozialstudien, heute mache ich welche auf Altlinkenfeiern... Die Zeiten ändern sich.
Tags darauf wollten wir nach dem Ausschlafen und ausgiebigen Brunchen noch mehr erleben. So holten wir eine weitere Klassenkameradin in ihrer günstigen Kohleofen-Zweizimmerwohnung im Prenzauer Berg ab. Bevor wir losgingen, machten wir erst einmal einen kleinen Abstecher auf's Dach und genossen die Sonne und die Sicht über Berlins Osten. Die beiden hatten sich in den Kopf gesetzt, dass wir noch in irgendein verlassenes Gebäude einsteigen sollten. Nachdem dies im leerstehenden "Kaufhaus Jonas" in Mitte gescheitert war, gingen wir in eine verlassene Glasfabrik. Dort stand die Tür weit offen, sodass wir sie erkunden konnten. Leider wurde es bereits dunkel, sodass man nicht so viel sah (dafür war's ziemlich unheimlich), aber gelohnt hat es sich dennoch sehr. Wo ich ohnehin auf alte Industriebauten stehe, war das ein Genuss. Und auch hier hatte man von oben eine tolle Aussicht. Das ist mal was anderes als die üblichen touristischen Erkundungsgänge! Um zu weiteren Fotos zu gelangen, auf das folgende bild klicken!![]() |
| Abenteuer in der Großstadt |
Mittwoch, 9. Januar 2008
Man hat’s schon schwer…
Denn wie vierzig Millionen andere Arbeitnehmer in Deutschland bin ich nun in der alltäglichen Routine gefangen, in der man sich als Angestellter befindet: Nach einem (mindestens) acht Stunden Tag, ist man erst einmal froh, endlich nach Hause zu kommen und ein wenig ausspannen zu können. Noch ein paar Erledingungen tätigen, ein wenig herumräumen, essen, ein wenig telefonieren, sich im Internet über das wichtigste des Tages informieren, sich auf den nächsten Tag einstellen, schon ist der Feierabend vorbei und es naht das nächste aus dem Bett quälen am folgenden morgen (um 5 Uhr). Dazu kommt eine gewisse Besessenheit, genug Schlaf zu bekommen, um am nächsten Tag nicht zu müde im Büro zu sitzen. Und das Wochenende? Wird gebraucht für Erledigungen und Erholung von der Woche und bitter herbeigesehnt.
So kommt es, dass ich schon in der typischen Lebensweise gelandet bin, die mir eigentlich nie recht war: Man verbringt die Woche damit, das nächste Wochenende zu erwarten, und kaum ist dieses endlich gekommen, so naht schon wieder der Montag. Das ist die typische „Living fort he Weekend“ Mentalität, die auch oft in britischer Rockmusik besungen wird. Ich fand den Gedanken, so zu leben, früher ziemlich erschreckend. Damit muss man sich aber wohl abfinden, fürchte ich. Fehlt nur noch, dass man Freitag Abends seine Lohn versäuft... Glücklicherweise sind wir ja in Deutschland mit vielen Urlaubs- und Feiertagen gesegnet. Außerdem geht es mir ja eigentlich gut! Irgendwie gibt es ja immer irgend etwas, was einem nicht passt. Doch an die Vorstellung, dass das jetzt 40 Jahre so geht, muss ich mich erstmal gewöhnen...
Samstag, 5. Januar 2008
Iowa
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Bei den Republikanern ist ohnehin alles offen. Vor allem der Sieger Mike Huckabee ist interessant, glaubt man aber meinen Lieblingsanalysten von electoral-vote.com, dann ist er langfristig chancenlos. Er ist nämlich zum einen zu wertekonservativ, um über die fundamental-christlichen Kreise hinaus bei den Republikanern hinaus anzukommen, und viel zu links was wirtschaftliche Dinge anbelangt (für Steuererhöhungen, Umverteilung, Reform des Gesundheitssystems), um dem Republikanermainstream zu gefallen. Viel wichtiger noch: er ist fast pleite, das ist in einem Land, wo Geld im Wahlkampf entschieden ist, fast schon das Ende. Die Favoriten in diesem extrem offenen Rennen bleiben Mitt Romney (Ex-Gouverneur von Massachussets, Mormone, viel Geld), Senator John McCain (wenig Geld aber sehr erfahren, vor allem in der Außenpolitik) und Rudy Guiliani (der berühmte Ex-Bürgemeister von New York, hat auch sehr viel Geld, gilt aber als zu liberal für viele Republikaner). Vor allem letzterer hat eine herbe Niederlage in Iowa eingesteckt, von der er sich wieder erholen muss. Aber wie gesagt, entscheidend wird das Abschneiden am super-duper-Tuesday am 5. Februar. Außerdem ist das eh nicht so wichtig, denn wahrscheinlich gewinnt schlussendlich ein Demokrat die Präsidentschaftswahl...
Donnerstag, 3. Januar 2008
2008, ein spannendes Wahljahr
Jetzt wo 2008 angebrochen ist, lohnt es sich, wieder nach vorne zu schauen, denn mich erwartet als politisch interessierter Mensch, der vor allem leidenschaftlich gerne Wahlen als Beobachter verfolgt, eine spannende Zeit. Heute geht es los, denn der Caucus in Iowa setzt den Startschuss zu den amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Diese sind für ‚political junkies’, wie die Amerikaner sagen, sehr dankbar, da sich Dank der Vorwahlen die Entscheidungsphase über Monate hinzieht. Ab heute entscheiden also die Anhänger der beiden großen Parteien der USA, wer für sie ins Rennen um das Weiße Haus geht. Eigentlich ist die Vorwahl in Iowa recht unbedeutend: Der Staat ist klein, ländlich, konservativ und mehrheitlich von Weißen bewohnt, also vollkommen unrepräs
entativ. Der einzige Grund, weshalb so ein Buhei um die Angelegenheit gemacht wird, ist dass hier die erste Vorwahl stattfindet: Die Medien werden sich auf den Gewinner und vermeintliche Verlierer stürzen, was viel wichtiger ist, als das eigentliche Ergebnis. Das gleiche gilt im übrigen für die Vorwahl in New Hampshire nächste Woche, das genauso klein und unrepräsentativ ist. Ein Datum, das man sich merken sollte, ist der 5. Februar, auch 'Super-duper-Tuesday' genannt, da dann in 22 Staaten, darunter Kalifornien und New York gewählt wird. Vielleicht steht dann schon fest, wer die Kandidaten sind. Verfolgen kann man das alles hier.
Auch in Frankreich gibt es dieses Jahr wieder Wahlen, die ‚élections municipales’, bei denen im März in den über 36.000 Städten und Dörfern des Landes Bürgermeister und Gemeinderäte bestimmt werden. Klingt banal, ist es aber nicht, dann nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sind dies für die Franzosen die wichtigsten. Auch treten sämtlcihe Spitzenpolitiker irgendwo an, der Député-Maire (Abgeordneter in der Nationalversammlung und zugleich Bürgermeister einer Stadt) zählt sehr viel. In den Kommunalwahlen jedoch einen Test für die Politik Sarkozys zu sehen wäre jedoch falsch, denn wie überall spielen lokale Begebenheiten eine wichtige Rolle. Spannend wird es sein zu verfolgen, inwiefern es die Linke schafft, sich in den von ihr vor sechs Jahren gewonnenen Großstädten Paris und Lyon zu behaupten und weitere hinzuzugewinnen, wie Toulouse oder Bordeaux (wo ja Alain Juppé Bürgermeister ist und im letzten Jahr bereits sein Abgeordnetenmandat an seine sozialistische Gegnerin verlor).
Schließlich finden in Deutschland einige wichtige Landtagswahlen statt, alle in momentan von der CDU (bzw. CSU) regierten Bundesländern: Bereits Ende Januar in Hessen und Niedersachsen, im Februar in Hamburg und im Herbst in Bayern. Spannend wird es wohl vor allem in Hessen und Hamburg: Koch wird wohl seine absolute Mehrheit verlieren, doch was passiert, wenn es eine mögliche Mehrheit für Rot-Rot-Grün gibt? Ole von Beust ist in Hamburg in einer noch schwierigeren Situation, denn sein möglicher Koalitionspartner, die FDP, schafft es laut Umfragen nicht in die Bürgerschaft. Gibt es hier erstmals auf Landesebene eine Schwrz-Grüne Koalition? Oder Rot-Rot-Grün? Ich fürchte, in beide Fällen gibt es das leider immer verbreitere Szenario der großen Koalition (was ich als den schlechtesten Fall ansehen, da das meist bedeutet, dass Wahlverlierer zusammengehen und eine Konstellation regiert, die keiner wollte). Umfragen für alle Bundesländer hier.
Die nächsten Monate werden also nicht langweilig, zumal 2008 ja auch sportlich (wie jedes gerade Jahr) und musikalisch sehr viel versprechend ist...
